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McCartney-Fotos zeigen die wilden 60er

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McCartney-Fotos zeigen die wilden 60er

Ab 25. Februar, Eutin - Das Eutiner Ostholstein-Museum präsentiert intime Bilder von Rock- und Popstars, die Linda McCartney aufgenommen hat.

 

Das Jahr 2011 ist für das Eutiner Ostholstein-Museum bemerkenswert verlaufen: Mit über 20 000 Besuchern wurden die Planungen von Dr. Julia Hümme übertroffen.

Der Renner unter den Veranstaltungen sei die Lego-Ausstellung mit über 9400 Gästen gewesen, gefolgt von der Schau schleswig-holsteinischer Landschaftmalereien von Klaus Fußmann, sagte die Museumsleiterin. Um an den Erfolg anzuknüpfen, hat sie ein facettenreiches Programm für das laufende Jahr zusammengestellt. Höhepunkt dürfte eine Foto-Ausstellung der 1998 gestorbenen Frau von Ex-Beatle Paul McCartney werden. Unter dem Titel „Linda McCartney - The Sixties. Porträt einer Ära“sind ab 25. Februar „intime Aufnahmen“ von Rock- und Pop-Größen zu sehen, so Hümme.

OH_MCCARTNEY_FOTO_Julia_300x250Neben vielen anderen Rock- und Pop-Größen der 60er fotografierte Paul McCartneys Ehefrau Linda natürlich immer wieder die Beatles. Dr. Julia Hümme blättert einen Ausstellungskatalog auf.

Vielen ist Linda McCartney als Keyboarderin und Sängerin der „Wings“ im Gedächtnis. Als Fotografin wurde sie nicht erst berühmt, als sie Paul McCartney heiratete und mit ihm gemeinsam Musik machte. Schon vor ihrem Kennenlernen hatte die 1941 in New York geborene Linda Eastman sich einen Namen mit ihren herausragenden Bildern gemacht, unter anderem fotografierte sie für das berühmte Magazin „Rolling Stone“. Rund 85 Porträts von Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin, den Yardbirds, von Crosby, Stills & Nash, natürlich von den „Fab Four“ und anderen werden in Eutin zu sehen sein, in Farbe und Schwarzweiß. „Es sind zum Teil Abzüge, die Linda McCartney selbst gemacht hat, einige sind sogar signiert“, berichtete Hümme stolz. Die Ausstellung habe sie eingekauft. „Das ist etwas, das ich selten mache, aber die Bilder haben mich sehr gereizt.“ Die Museumsleiterin plant, Aufnahmen mit Linda McCartney-Zitaten zu unterlegen.

Fast zeitgleich (ab 2. März) zu den Fotos aus den umtriebigen 60ern werden im Museum als Signal zu „Zeiten des Aufbruchs“ Zeichnungen für die „Jugend“ und den „Simplicissimus“ ausgestellt.

„Die 1896 gegründete Kunstzeitschrift ,Jugend‘ war eine illustrierte Wochenzeitschrift für Kunst- und Literatur-Interessierte, die damals dem Jugendstil seinen Namen gegeben hat“, erzählte Hümme.

Etwas „bissiger“ sei der in München beheimatete „Simplicissimus“ gewesen, er habe sich gegen das biedere, bürgerliche Leben gewandt. Die 60 Arbeiten, aus privater Sammlung geliehen, „sind sehr witzig, ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen“, schilderte die Museumsleiterin.

Dem im Ostholstein-Museum mehrfach vertretenen Hinrich Wrage ist anlässlich seines 100. Todestages eine umfangreiche Schau gewidmet (ab 20. Mai) - zusammengestellt aus Beständen mehrerer Museen im Lande. Der laut Hümme „bedeutendste Landschaftsmaler in Schleswig-Holstein um 1900“ lebte viele Jahre in Malente, betrieb dort eine Malschule und Pension.

Papiertheater, die Theater für zu Hause, aus Ausschneidebögen gefertigt, wertvoll für die Kindererziehung und Bildung vor rund 200 Jahren, können ab 25. Mai bewundert werden. Ab 31. August werden Besteck, Kannen, Kandelaber, Schuhschnallen und vieles mehr unter dem Titel „Eutiner Silber“ einen Einblick in die Eutiner Blütezeit um 1800 mit seinen zahlreichen Gold- und Silberschmieden geben. Unter dem Motto „Kinder, wie die Zeit vergeht“ zeigt Stefan Rehberg Aufnahmen von Eutiner Kindern, die er im Alter von drei und vier Jahren erstmals fotografierte, was er jeweils zehn und 20 Jahre später wiederholte.

Vom 2. September an wird Friedel Anderson mit Malerei vertreten sein. „Ob wir den Schwerpunkt auf Landschaften, Tischstilleben, Interieurs oder Fassaden dieses bedeutendsten schleswig-holsteinischen Malers unserer Zeit legen, haben wir noch nicht festgelegt“, sagte Hümme. Ungewöhnlich muten die gewaltigen, begehbaren Objekte von Peter F. Piening an (ab 9. Dezember). Bei dem in Ahrensburg lebenden Künstler ist alles, wirklich jedes Detail, aus Holz gefertigt.

Feste Größen im Programm sind wie gehabt der Ostereiermarkt (10./11. März) und „Kunsthandwerk im Museum“ (20./21. Oktober). (Text und Foto: Ulrike Benthien)

Näheres unter www.oh-museum.de.

Ostholstein-Museum Eutin
Schlossplatz 1
23701 Eutin
Tel.: 0 45 21 / 78 85 20

17.01.2012, PK

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